Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts
Rickettsiosen
Rickettsien sind eine Gruppe von Bakterien, die weltweit verbreitet sind. Sie werden durch Läuse, Zecken, Milben und Flöhe auf den Menschen übertragen. Typische Symptome einer Rickettsiose sind hohes Fieber, Gliederschmerzen und Hautausschläge.
Erreger
Rickettsien sind gram-negative Stäbchenbakterien. Sie werden i.d.R. durch Speichel oder Kot von Läusen, Zecken, Milben oder Flöhen auf den Menschen übertragen. Man unterscheidet vier Gruppen.
- Klassische Fleckfieber-Gruppe („typhus group“)
- Zeckenbissfieber-Gruppe („spotted fever group“)
- Übergangsgruppe („transitional group“)
- Tsutsugamushi-Fieber („scrub typhus“)
Rickettsien sind i.d.R. umweltempfindlich und werden durch gebräuchliche Desinfektionsmittel schnell abgetötet.
Erkrankung
Rickettsien rufen eine große Bandbreite an Erkrankungen hervor, die als Rickettsiosen bezeichnet werden. Die Symptome in den ersten Erkrankungstagen ähneln sich: Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Übelkeit und Erbrechen und Husten. Im Verlauf kann es zu Ausschlägen, umschriebenen Hautentzündungen (Eschar), Lungenentzündung, Gehirnhautenzündung bis zum Organversagen kommen.
Verbreitung
Rickettsien sind weltweit verbreitet. In Deutschland handelt es sich oft um importierte Infektionen .
Diagnose
Es ist ein direkter Erregernachweis im Blut oder aus Gewebebiospien möglich. Eine Anzucht des Erregers ist nicht möglich. Darüber hinaus kann der Erreger indirekt per Antikörpernachweis oder Weil-Felix-Reaktion nachgewiesen werden.
Therapie
Bereits bei klinisch begründetem Verdacht sollte eine antibiotischeTherapie mit Doxycyclin für 7 bis 10 Tage eingeleitet werden.
Prävention
Der einzige Schutz besteht in der Expositionsprophylaxe, d.h. dem Vermeiden des direkten oder indirekten Kontakts mit dem Erreger. Bei hohem Expositionsrisiko kann eine Chemoprophylaxe mit Doxycyclin in Betracht gezogen werden. Eine Impfung existiert nicht.